Trekkingrucksack-Guide Teil 6: Frauen-Trekkingrucksäcke
In den letzten Jahren ist die Frage nach Emanzipation der Frauen etwas verstummt. Die Gründe dafür sind offensichtlich, Frauen machen heute was sie wollen und was sie können. Es macht keinen Unterschied mehr, ob man einen männlichen oder weiblichen Vorgesetzten hat, weil es einfach schon Alltag ist. Auch sportlich geben sich Frauen keine Blöße. Klar wird das im Frauenfussball, wo unsere Mädels schon seit Jahren große Erfolge feiern können und sich was die Beigeisterung im Land nicht mehr hinter unseren Männern verstecken müssen.
Dass Frauen auch selbstbewusster geworden sind, kann man an neuen Trekkingrucksack-Modellen sehen. Vor nicht allzu langer Zeit wäre kein Hersteller auf die Idee gekommen Geld in die Entwicklung von speziellen Frauen Rucksäcken zu stecken. Da die Frauen aber auch zunehmend die Trekking Welt erobern und auch mal alleine oder in Begleitung ferne Länder bereisen wollen, war das die logische Folge.
Jetzt stellt sich natürlich die Frage: Gibt es wirklich so große Unterschiede zwischen einem Trekkingrucksack für Männer und für Frauen?
Frauen-Trekkingrucksäcke sind optimal für die weibliche Anatomie zugeschnitten
Damit ich weiß wovon ich rede, habe ich natürlich beides bereits ausprobiert. Aber wo liegen die Unterschiede? Zum einen sicherlich in der Rückenlänge. Da Frauen in der Regel kleiner als Männer sind, haben sie meistens auch kürzere Rücken. Wie wir bereits gelernt haben, bedeutet eine kürzere Rückenlänge auch weniger Volumen beim Trekkingrucksack. Es wird also kaum Trekkingrucksäcke für Frauen mit 120 Liter Volumen geben. Es gibt zum Beispiel auch Rucksäcke mit einem Volumen von beispielsweise 65 Litern in verschiedenen Rückenlängen ohne speziell als Frauen-Trekkingrucksack betitelt zu sein. Oder natürlich mit einer verstellbaren Rückenlänge.
Der Hüftgurt ist breiter. Die weibliche Anatomie unterscheidet sich von der männlichen in wesentlichen Punkten. Einer davon ist das relativ schmale Becken beim Mann im Gegensatz zum relativ breiten Becken bei der Frau. Die Hersteller von Trekkingrucksäcken reagieren darauf mit extra breiten Hüftgurten für die Frau, um einen bequemen Sitz zu gewährleisten. Dass die Gurte für Frauen weicher sein sollten, kann ich nicht bestätigen. Grundsätzlich gilt: Je weicher der Gurt, um so weniger belastbar. Und andersrum: Je härter der Gurt, umso größer darf die Belastung sein.
Für guten Sitz am weiblichen Oberkörper sind die Schultergurte oft schmaler und kürzer geschnitten. Meist liegen auch die Schulterträgter aufgrund der geringeren Schulterbreite bei Frauen näher beisammen, um ein Abrutschen zu verhindern.
Ist es wirklich notwendig für Frauen einen speziellen Trekkingrucksack zu besitzen?
Wenn Ihr mich fragt: Nein – schaden kann es aber nicht. Wenn ein Trekkingrucksack passt, sitzt und bequem ist, ist es völlig egal ob er für Frauen oder Männer konzipiert wurde. Wäre das nicht schon immer so gewesen hätten Frauen erst seit Einführung der ersten Lady-Modelle anfangen dürfen zu trekken. Andersrum freuen sich vielleicht auch einige schmächtige Männer über die weiblichen Varianten. Entscheidet selbst, den momentan besten Frauen-Trekkingrucjsack findet Ihr hier.

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