Trekkingrucksack-Guide Teil 3 – Wie man das richtige Modell für die eigene Anatomie findet
Wow, wir wissen jetzt schon was wir uns von unserem Ausflug erwarten und wie groß ein Trekkingrucksack sein soll! Nach dem letzten Teil meines Guides seid Ihr Alles Experten, versprochen!
Kommen wir zum nächsten Punkt Eurer Checkliste für den perfekten Trekkingrucksack. Und dieses ist eines der allerwichtigsten. Das geht schon etwas tiefer in die Materie, was aber nicht schlimm ist. Wir wollen schließlich, dass Euer Einkauf ein Erfolg wird, egal ob es der 1. oder der 22. Trekkingrucksack für Euch wird. Es geht um Eure ganz eigene Körperanatomie. Die ist bei jedem Menschen verschieden. Deshalb ist es wichtig, dass Ihr Euren eignen Körper kennt, um den richtigen Trekkingrucksack zu finden. Es reicht nicht aus Euren Rucksack nach der Körpergröße auszusuchen! Viel wichtiger ist Eure Rückenlänge, die sich zu zweit relativ einfach messen lässt.
Eure Rückenlänge messt Ihr zwischen der Oberkante des Beckenknochens und dem siebten Halswirbel. Der siebte Halswirbel hat einen hohen sogenannten Dornfortsatz, das heißt er ist deutlich höher als die anderen Halswirbel und dadurch sehr gut tastbar. Mit dem Ergebnis Eurer Messung könnt Ihr schonmal grob einschätzen, ob ein Rucksack etwas für Euch ist oder nicht. In etwa erhaltet Ihr Werte in folgendem Spektrum:
Viele Hersteller geben keine genauen Rückenlängen an, was auch nicht immer notwendig ist, zum Beispiel wenn ein Rucksack höhenverstellbar ist. Meist erhält man aber eine Information darüber, ob ein Trekkingrucksack für kurze, mittlere oder lange Rückenlängen gedacht ist. Bitte macht nicht den Fehler Euren Trekkingrucksack nur nach dem Volumen des Packsacks auszuwählen.
Den Rucksack nicht nur nach dem Volumen aussuchen
Natürlich soll Euer Gepäck in den Rucksack passen, aber Volumen und Rückenlänge müssen immer im gesunden Verhältnis stehen. Es wird also nie einen 100 Liter Rucksack für sehr kurze Rückenlängen geben.
Wie gut Euer Rucksack passt merkt Ihr nicht nur beim Anlegen. Dass das Wohlbefinden beim Tragen an erster Stelle steht ist mittlerweile klar. Die Lastverteilung muss aber auch stimmen, sonst werden die Lasten trotz Hüftgurt nicht voll auf der Hüfte verteilt. Legt Euren unbeladenen Rucksack an und platziert den Hüftgurt so, dass sich das obere Viertel über die Oberkante des Beckens legt. Wenn Ihr den Gurt nun straff zieht, sollte zwischen den Polstern etwa zwei Handbreit Platz sein. Wenn nicht, das heißt wenn fast kein Platz bleibt ist der Gurt zu lang.
Einen weiteren Beiweis liefern die Lastkontrollriemen. Bei angelegtem Rucksack und voller Beladung sollten diese in einem gesunden Winkel verlaufen. Ist der Trekkingrucksack, besser gesagt das Gestänge zu lang, fallen die Lastkontrollriemen steil ab wird der Rucksack instabil sitzen. Ist das Gestänge zu kurz haben sie einen flachen Verlauf und sorgen kaum für Entlastung. Kontrolliert das am besten indem Ihr Euch seitlich neben einen Spiegel stellt und schaut, wie groß der Winkel der Steigung der Riemen vom Schlüsselbein zum Rucksack läuft, ideal sind 50 Grad.
Vor einem Spiegel könnt Ihr den Sitz des Rucksacks kontrollieren.
Keine Sorge, das hört sich alles viel komplizierter an als es ist. Wir wissen jetzt also wie wir die eigene Rückenlänge messen und können so schon viele Rucksäcke von vorneherein ausschließen. Das Volumen sollte der eigenen Größe angemessen sein. Der Verlauf der Schulterlastgurte darf nicht zu flach und nicht zu steil sein.
Eigentlich ganz einfach oder? ;) Schaut Euch mal diesen Trekkingrucksack als Beispiel für mittlere und kurze Rückenlängen an.
Hier gibt es unabhängige Informationen zum Thema Trekkingrucksack.
No Comments on "Trekkingrucksack-Guide Teil 3 – Wie man das richtige Modell für die eigene Anatomie findet"