Trekkingrucksack-Guide Teil 1 – Wie soll die Reise aussehen?

Tim Sonnenschein » 20 September 2009 » In trekkingrucksack »

trekkingrucksack reiseBevor Ihr wisst welchen Trekkingrucksack Ihr benötigt, müsst ihr die wichtigste Frage beantworten: Wie soll Euer Urlaub aussehen? Wenn Ihr nur ein Wochenende in den Schwarzwald wollt, braucht man in der Regel keinen Trekkingrucksack. Ebenso fatal wäre es nach Nepal nur mit einem Tagesrucksack zu gehen. Ihr habt bestimmt schon ziemlich klare Vorstellungen in Eurem Kopf wie das Abenteuer letztlich genau aussehen soll. Wir wollen nun diese Vorstellungen anhand von ein paar Checkpunkten in geordnete Formen bringen, damit Ihr

1. den richtigen Rucksack findet und
2. keine Überraschungen erlebt.

Überlegt Euch also folgendes:

  • Wie lange soll die Reise gehen?
  • Gibt es die Möglichkeit Wasser nachzufüllen?
  • Habt Ihr schonmal über längere Zeit Erfahrungen mit Wind und Wetter, Hitze und Kälte gemacht?
  • Wie lange dauert es maximal bis zur nächsten Siedlung, zur nächsten Stadt?
  • Sind andere Menschen dabei oder bist Du alleine unterwegs?
  • Gibt es eine festgelegte Strecke oder lauft Ihr frei nach Schnauze?
  • Habt Ihr schon Trekkingerfahrung gesammelt?
  • Wie hoch liegt Dein Schmerzpegel? Auch psychisch?
  • Wenn Ihr Euch mit einem Teil dieser Fragen zum ersten Mal beschäftigt, dann ahnt Ihr vielleicht schon, dass es auch mal Hart auf Hart gehen kann. Aber keine Sorge, es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.Wie kann eine Trekkingtour mit Kocher, Zelt, Schlafsack und voller Ausrüstung aussehen?

    Ihr zieht vollbepackt und frohen Mutes entweder von zu Hause, vom Flughafen irgendeines fremden Landes oder von sonst einem relativ beliebigen Punkt los. Von da aus geht es in eine vorher bestimmte Richtung, das Ziel ist klar, ebenso die Zeit in der Ihr es erreichen wollt. Daher wisst Ihr auch schon wieviele Kilometer Ihr mindestens zurücklegen müsst und habt somit je nach Marschtempo früher oder später Feierabend. Wenn die Kilometer bereits zurückgelegt sind, Ihr aber noch Reserven habt, wird die Tagesstrecke einfach ausgedehnt.

    Oder es gibt keinen Plan, sondern nur einen Zeitraum, beispielsweise ein halbes Jahr, in dem Ihr soviel wie möglich erleben wollt. Das trifft auf viele Backpacker zu, gern gesehene Reiseziele sind Australien, Neuseeland, aber auch Spanien, Frankreich und andere.

    Ihr habt Euch in der Beschreibung wiedergefunden? Ihr wollt also eine Reise unternehmen bei der noch nicht wirklich sicher ist, wo Ihr übernachtet, gibt es nur eine Art von Rucksack, die in Frage kommt: Ein funktionaler Trekkingrucksack.

    Trekkingrucksäcke bestehen aus einem Innen- oder Außengestell und einem Packsack. Sie sind in der Regel relativ schlank und sehr hoch, in den größten Ausführungen überragen diese den Kopf des Trägers schonmal ein gutes Stück.

    Der Packsack ist entweder von oben oder von vorne zugänglich, bei manchen Modellen ist auch beides möglich. Durch ihre ausgeklügelte Architektur lässt sich alles verstauen, was man in der freien Natur so benötigt. Durch die Größe, die vielen funktionalen Fächer und die Möglichkeit über Befestigungsschlaufen weiteres Material zu befestigen sind sie der ideale Begleiter für Wochentouren und Expeditionen.

    Nachdem Ihr Euch also sicher seid, dass Ihr einen Trekkingrucksack benötigt, werde ich den nächsten Artikel der Größe Eures Rucksacks widmen.

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